Klimadaten & Rekorde Rückblicke und Analysen

Das Regen-Unwetter in Mecklenburg Ende August 1946 – über 200 l/m² in weniger als 2 Tagen

In der Zeit vom 25. bis 27. August 1946 herrschten ungewöhnlich starke und langanhaltende Niederschläge, die eine der größten Unwetterkatastrophen Norddeutschlands brachten. Durch sehr starke Konvergenzen entlang einer Luftmassengrenze von der westlichen Ostsee bis zur Pommerschen Bucht wurde eine „Gegenstromlage“ mit intensiven Hebungs- und Kondensationsvorgängen ausgelöst, welche in sehr feuchter Luft tropisch anmutende Regenfälle bedingten. Das Zentrum des Unwettergebietes lag im Nordwesten Mecklenburgs, ein zweites Maximum befand sich südlich von Güstrow, wo zusätzlich Staueffekte durch einen flachen Höhenrücken die Niederschlagstätigkeit intensivierten. Im Bereich des Wismarer Bucht fielen innerhalb von 46 Stunden über 40 % des normalen mittleren Jahresniederschlages, in Wismar-Bad Wendorf wurden unglaubliche 263 l/m² gemessen, alleine in der Zeit von 20 Uhr des 26. bis 08 Uhr des 27. August 1946 118,5 l/m² in 12 Stunden (rund 21 % des Jahresmittels).

Dieser Artikel blickt zurück auf dieses denkwürdige Ereignis, ordnet die Niederschlagsmengen klimatologisch ein und beleuchtet die meteorologischen Ursachen.

Abb. 1: Niederschlagsmengen an der Station Wismar, 25.-28.08.1946

Quelle: Reinhard (1947), in Zeitschrift für Meteorologie
Der aufgezeichnete Niederschlag in Wismar vom 25.08.1946 20 Uhr bis 28.08.1946 08 Uhr. Die x-Achse (waagerecht) zeigt die Uhrzeit, auf der y-Achse (senkrecht) ist die Regenmenge abgetragen (in mm = l/m²). In der Nacht vom 26. zum 27. August war der Schwerpunkt des Starkregens mit 118,5 l/m² in 12 Stunden. Alleine diese Summe entspricht 21 % des durchschnittlichen Jahresniederschlages.

Vor allem in flächiger Verbreitung und Andauer war dieses Regenereignis extrem abnormal. 

H. Reinhard vom damaligen Ostsee-Observatorium Greifswald erarbeitete eine ausführliche Analyse, veröffentlicht 1947 unter dem Titel „Das Regenunwetter in Nordwest-Mecklenburg Ende August 1946“ in der Zeitschrift für Meteorologie. Zu Zeit und Stärke des Niederschlags schreibt Reinhard (1947) folgendes:

„Nach einer zweitägigen Regenpause in dem maritimen Witterungsverlauf des August fiel von den Morgenstunden des 25. August 1946 an in wechselnder Stärke mit Unterbrechungen leichter bis mäßiger Regen bis zum Nachmittag. Nach mehrstündiger Unterbrechung setzte in den Abendstunden des 25. August abermals Regen in wechselnder Stärke ein, der sich zeitweise zu wolkenbruchartiger Heftigkeit steigerte und in ununterbrochener Dauer bis zum Abend des 27. August anhielt. Mit großer Stärke fiel der Regen aus ständig tief verhangenem Himmel besonders im Nordwesten von Mecklenburg ohne wesentliche Schwankungen vom Nachmittag des 26. bis zum Mittag des 27. August nieder. Mit 46 Stunden Dauerregenzeit, von 22 Uhr des 25. bis 20 Uhr des 27. August 1946, ist dieses Regenunwetter die längste beobachtete Dauerregenperiode, die in dieser Stärke in unserem Gebiet aufgetreten ist, soweit meteorologische Überlieferungen vorliegen.

Tab. 1: Die höchsten Tagessummen (24 h) vom 26.08.1946 08 Uhr bis 27.08.1946 08 Uhr in Mecklenburg-Vorpommern

Tab. 2: Ausgewählte 48-stündige Summen vom 25.08.1946 20 Uhr bis 27.08.1946 20 Uhr in Mecklenburg-Vorpommern + Einordnung zum Jahres- und Monatsmittel

Quelle: Reinhard (1947), in Zeitschrift für Meteorologie

Tab. 3: Die höchsten Monatssummen im August 1946 in Mecklenburg-Vorpommern

Zum Vergleich: Die durchschnittliche August-Monatssumme in unserer Region liegt etwa um 60 l/m², je nach genauem Standort und betrachteter Klimareferenzperiode. Ein höherer Monatsniederschlag als die 288 l/m² in Wismar und Boltenhagen sowie 290 l/m² in Kirchdorf sind für das Gebiet von MV nur aus dem Juli 2011 bekannt. Am außergewöhnlichsten sind aber die Mengen im Intervall 24 h bzw. 36 und 48 h vom Abend des 25.08. bis 27.08.1946. Die Tagessumme von 191,5 l/m² in Wismar ist bis heute gültiger Landesrekord, ebenso die 263 l/m² in der Hansestadt in 48 Stunden. Die Stundenraten des Regens waren dagegen nicht extrem, bewegten sich häufig „nur“ im Bereich 8 bis 10 l/m², erst die Andauer des kräftigen Dauerregens mit eingelagerten schauerartigen Verstärkungen über einen Zeitraum von mehr als einem Tag quasi ohne Unterbrechung machte es zu einem Ausnahmeereignis.

Alleine am 26. August 1946 fielen in Boltenhagen und Wismar jeweils rund 34 % des üblichen Jahresniederschlags. Das Unwetter insgesamt brachte innerhalb von 46 Stunden im Nordwesten deutlich mehr als 40 % des langjährigen mittleren Jahreswerts (vgl. Tab. 2). Setzt man die Regenmenge des Ereignisses ins Verhältnis zur normalerweise im August erwarteten Summe, zeigt sich (Tab. 2), dass in Mecklenburgs „Kornkammer“, dem Klützer Winkel, an diesen zwei Augusttagen 1946 das Vierfache und mehr der üblichen Monatssumme niederging.

Das außergewöhnliche Tagesmaximum von 191,5 l/m² am 26. August in Wismar-Wendorf (08–08 Uhr) entsprach den höchsten Tagessummen, welche beispielsweise in der sehr niederschlagsreichen malaiischen Inselwelt beobachtet werden. In Mitteleuropa treten derartige Tagesmengen—von wenigen Ausnahmen abgesehen—praktisch nur in Gebirgsregionen auf.

Außergewöhnlich ist auch die flächige Verbreitung der Extrem-Niederschläge über Mecklenburg sowie auch über dem angrenzenden Ostholstein bis zum Raum Kiel. Eine 24-stündige Summe von >100 l/m² ist bereits lokal ein sehr seltenes Ereignis, doch damals meldeten gleich 12 Stationen ein Überschreiten dieser Grenze, und dies obwohl das Messnetz kurz nach dem Krieg noch nicht einmal besonders engmaschig war.

H. Reinhard (1947) fasste dazu zusammen:

„Das Gebiet, innerhalb dessen allein am 27. August 1946 in der Frühe um 7 Uhr mindestens 100 mm Regen gemessen wurden, ist weit über 4000 qkm groß, umfaßt also rund das 4½fache des Flächeninhalts der Insel Rügen, der größten deutschen Insel. Die Grenzlinie, die dieses Gebiet umschließt, verläuft vom Klützer Winkel über Hackensee-Roggenstorf, östlich Grevesmühlen über Mühlen-Eichsen, Stralendorf nach Holthusen, geht dann in Richtung Lübz in westöstlichem Verlauf auf Plau, schließt einen Teil der Mecklenburgischen Seenplatte bis zum Müritzsee ein und führt dann in einem im wesentlichen nordwestlichen Verlauf über Schwinkendorf, östlich Güstrow, Schwaan, Neubukow zur Küste zurück. Es zeigt sich also eine sehr starke Ausbuchtung nach Osten im Gebiet des Landrückens. Außer im Raum um die Wismarer Bucht liegt ein zweites Maximalgebiet des Niederschlags in dem großen Waldgebiet nördlich der großen Mecklenburgischen Seen. Ein Gebiet geringerer Niederschlags innerhalb der mindestens 100-Millimetergrenze liegt zwischen Güstrow und Goldberg in dem nur maximal 75 m hoch gelegenen Seenbecken um Lohmen. Die Umgrenzung des Gebietes, das mindestens 100 mm Starkregen bis zum 27. August empfing, verläuft nicht geradlinig, sondern mit zahlreichen Ein- und Ausbuchtungen. Die größte Ausdehnung des Niederschlagsraumes auf dem Festland beträgt in nordwest—südöstlicher Richtung ca. 125 km, in der größten Breite von Westen nach Osten rund 70 km. Auf dieser Fläche sind also innerhalb 24 Stunden von 7 Uhr des 26. bis 7 Uhr des 27. August über 500 Millionen m³ Regen niedergegangen. Diese Regenmenge entspricht dem 10. Teil der gesamten Wassermenge des größten deutschen Sees, des Bodensees (Fläche ca. 500 km², größte Tiefe 252 m, größte Breite 15 km, Länge des Obersees ca. 50 km).“

Die folgende Karte zeigt die Regenmengen über dem gesamten Mecklenburg-Vorpommern vom 26.08.1946 07 Uhr bis 28.08.1946 07 Uhr. Deutlich sticht der Hotspot mit um 250 l/m² im Bereich Wismar heraus, über 200 l/m² waren es auch bei Goldberg im mittleren Mecklenburg. Auf Rügen waren es dagegen nur harmlose 25 l/m².

Abb. 2: 48h-Niederschlag 26.08.1946 (07 Uhr) -28.08.1946 (07 Uhr) in Mecklenburg-Vorpommern

Quelle: Reinhard (1947), in Zeitschrift für Meteorologie

Eine weitere Karte zeigt den 24 Stunden-Niederschlag nur für den 26.08.1946 (07 Uhr bis 07 Uhr des Folgetages, nach damaligen Vorgaben dem 27.08.1946 zugeordnet). Straffiert sind jene Gebiete mit mindestens 100 l/m² in dem Zeitraum, sie erstreckten sich von der nordwestmecklenburgischen Küste landeinwärts bis nach Güstrow, Waren und Schwerin. Von Wismar bis Timmendorf/Poel kratzten die Summen an der 200 l/m²-Marke.

Abb. 3: 24h-Niederschlag 26.08.1946 (07 Uhr) -27.08.1946 (07 Uhr) in Mecklenburg-Vorpommern

Quelle: Reinhard (1947), in Zeitschrift für Meteorologie

Die Schäden waren erwartungsgemäß groß. Zum Glück sind Sturzfluten und reißende Ströme aufgrund der Topographie mit fehlenden Bergen/Tälern und recht „plattem Land“ hier bei uns in MV weniger ein Thema, solch enorme Regensummen gehen trotzdem nicht spurlos vorbei. Insbesondere in der sogenannten „Kornkammer Mecklenburgs“ im Bereich des Klützer Winkels und der Wismarer Bucht fiel die Ernte ins Wasser. Großflächig wurden Äcker geflutet, Weizen und Hafer standen teils noch wochenlang auf unzugänglichen verschlammten Feldern. Außerdem sind Bahnanlagen, Straßen und Wege unterspült worden, Wohnungen und Kellerräume standen meterhoch unter Wasser. Zusätzlich sorgten Sturmböen für viele umgestürzte Bäume, verschärfend kam hier der völlig aufgeweichte Boden hinzu.


Abschließend noch ein Blick auf die meteorologischen Ursachen des Ereignisses (Fachtext):

Das zentrale Tiefdruckgebiet lag bis zum 25. August fast stationär im isländischen Raum und führte serienweise gemäßigte, feuchte Kaltluftmassen arktischer Herkunft nach Mitteleuropa. Über die westliche Ostsee, aus dem Raum von Südskandinavien über die Wismarer Bucht nach Westmecklenburg, zog sich […] eine seit Tagen ausgedrückte Luftmassengrenze. Die gegen Tagesende des 25. August beginnende Verlagerung des Tiefdruckkerns in Richtung südliche Nordsee brachte unseren Bereich in das unmittelbare Wirkungsfeld der Zyklone. Durch erneutes Aufeinandertreffen gegensätzlicher Luftmassen wurde eine Verstärkung zu einem kräftigen, jedoch sehr kleinräumigen Sturmtief verursacht. Bei orkanartigem Sturm sanken im Ausgang des Ärmelkanals – Themsemündung bzw. südliche Nordsee – mehrere Schiffe (Rundfunkmeldung). Die mit böigen, stürmischen westlichen Winden eindringende Kaltluft führte zu einer sehr starken Verschärfung der Luftmassengrenze, die aus der nord­südlichen Richtung in eine westöstliche Richtung umkippte. Auf Vb-artiger Zugbahn wurde eine Tiefdruckstörung ausgehend von der Po-Ebene über Ungarn und die Karpaten nordwärts gesteuert, schlug dann zum 25.08. jedoch eine rückläufige Bahn ein und eierte westwärts, um sich im Bereich Odermündung ortsfest einzunisten. Diese retrograde Vb-Störung ermöglichte die anhaltende Starkniederschläge. Infolge der aus Osten mit herangeführten feuchten Warmluft, die aus Südosteuropa stammte und in das Gebiet der westlichen Ostsee vorstieß, wurde entlang der Luftmassengrenze nun eine sehr starke Konvergenz erzeugt (zusammenströmende Winde aus entgegengesetzten Richtungen), die eine außergewöhnlich ergiebige Kondensation auslöste und die extrem feuchte Luftmasse regelrecht ausquetschte. Bereits in rund 450 m Meereshöhe wurde die Kondensationsgrenze erreicht. Diese ist damit nicht nur an eine Aufgleit- oder Einbruchsfläche gebunden, sondern vor allem an die sehr feuchtlabile kühle Meeresluft. Durch den mit sehr großer labiler Energie geladenen Luftmassenwirbel wurde eine Quellbewölkung von beträchtlicher vertikaler Mächtigkeit verursacht, aus der die „tropischen Regenmengen“ niederstürzten. Der Regen fiel fast gleichzeitig entlang der ganzen nach Osten sich verringernden Konvergenz an der Luftmassengrenze, die sich jetzt vom südlichen Teil Schleswig-Holsteins über die Küstenzone der westlichen Ostsee bis zur Pommerschen Bucht erstreckte. Die Gegensätze der Luftmassen waren im westlichen Teil der Ostsee am größten, deshalb fanden auch hier die stärksten Kondensationsvorgänge statt, die stärkeren Niederschlag in diesem Raum brachten als im Osten. Da auch im Zirrenniveau bzw. an der Stratosphärengrenze aus NW kühle Meeresluft in den westlichen Ostseeraum vorgedrungen war, blieb die hohe Labilität des aufsteigenden Luftstromes selbst bis in größte Höhen erhalten. Die Energie des mit seinem Zentrum in der Nähe gelegenen Sturmwirbels hielt so tagelang in unverminderter Stärke an und bedingte die starken und so lange anhaltenden Regenfälle.

Hagel ist nicht beobachtet worden. Auch waren die elektrischen Erscheinungen sehr gering, es waren kaum Gewitter eingelagert.

Örtliche Einflüsse, wie die Geländeerhebungen des Landrückens, haben infolge von Stauerscheinungen noch verstärkend auf die Hebung der an sich schon rasch aufsteigenden Luftströme gewirkt und die Niederschlagstätigkeit gesteigert. So trat neben dem einzigartig dastehenden Maximum um die Wismarer Bucht ein zweites Regenmaximum im Westteil des Mecklenburgischen Höhenzugsgebietes hervor. Deshalb zeigte das Niederschlagsgebiet von mindestens 100 mm am 27. August im Gebiet des Höhenrückens deutlich ein Ausgreifen nach Osten. Die 100-mm-Grenzlinie greift jedoch auf den äußersten Süden Mecklenburgs nicht über (vgl. Abb. 3). Erst wenn man die Niederschlagssumme dieser ganzen Unwetterperiode zusammenfasst, reicht das Gebiet auch bis an die Landesgrenze zu Brandenburg und teilweise in den Müritzraum hinein (vgl. Abb. 2), und die 100-mm-Grenzlinie endet dann ostwärts scharf an der Tollense-Trebel-Recknitz-Furche, dem Grenztal, das Mecklenburg und Vorpommern trennt. Nach Osten nimmt die Niederschlagshöhe allmählich ab, um nur im Bereich der Helpter- und Rosenberge von Woldegk bis Feldberg etwa auf 100 mm anzusteigen. Das sekundäre Maximalgebiet mit über 100 mm am 27. August, das in dem ausgedehnten Waldgelände nördlich des Plauer Sees mit seinem Zentrum von Nossentiner Hütte bis zum Südrand des Malchiner Sees deutlich hervortrat (Abb. 3), ist auch in Abbildung 2 in fast derselben Lage mit über 200 l/m² sehr auffallend. Im nicht weit entfernten nördlichen Brandenburg fielen dagegen regional nicht mal 15 l/m². Nach Süden hin endete die Ausdehnung des Unwetters dementsprechend abrupt. Mit der Auffüllung und dem Abzug des Sturmwirbels nach Osten trat am 29. August endlich wieder Wetterberuhigung ein.

Die Schilderungen – angelehnt an die Ausarbeitungen von H. Reinhard (1947) – stellen heraus, dass ganz außergewöhnliche Umstände und atmosphärische Zutaten zusammentrafen, die gerade zufällig über der südwestlichen Ostsee und dem angrenzenden Festland zu diesem denkwürdigen Unwetter geführt haben. Aufzeichnungen, die ähnlich starke, verbreitete und derart andauernde Regenunwetter in Mecklenburg-Vorpommern dokumentieren, waren damals 1947 nicht vorhanden und sind es auch heute nicht.


Quellen:

H. Reinhard (1947): Das Regenunwetter in Nordwest-Mecklenburg Ende August 1946. Zeitschrift für Meteorologie I, Heft 8/9, 1947

R. Scherhag (1948): Das Norddeutsche Regenunwetter vom 25. bis 27. August 1946. Zeitschrift für Meteorologie, Heft 1/2, 1948.

Deutscher Meteorologischer Dienst in der Sowjetisch Besetzten Zone Deutschlands (1949): Deutsches Meteorologisches Jahrbuch 1946: Teil III, Niederschlagsbeobachtungen. Berlin: Dt. Zentralverlag GmbH.

2 Kommentare

  1. Toller Bericht! Aus welcher Quelle stammen eigentlich diese 290 mm, die im August 1946 in Kirchdorf auf der Insel Poel gefallen sein sollen? Denn laut SBZ-Jahrbuch und auch DWD-Metadaten wurden die Niederschlagsmessungen auf Poel erst im Oktober 1946 wieder aufgenommen (nach 18 Monaten kriegs- und nachkriegsbedingter Unterbrechung).
    Sehr ärgerlich ist in diesem Zusammenhang auch, dass der Tageswert vom 26.08.46 von der Insel Poel nirgends aufzufinden ist, er würde den jetzigen „Rekord“halter der seit 1852 geführten RR-Reihe und höchstwahrscheinlichen Zweitplatzierten (89 mm an der Klima- bzw 94 mm an der Niederschlagsstation Poel vom 07./08.08.1963) sicherlich um rund 100 mm und damit exorbitant übertreffen.
    Allein dieses Beispiel widerlegt auch all jene Fachkollegen, welche der Meinung sind, eine lückenhafte Messreihe von 172 Jahren sei doch quasi genauso wertvoll wie eine lückenlose von 173 Jahren. Gerade beim Niederschlag (auch bei Windspitzen) kann ein einziger Fehltag die Reihe deutlich entwerten, wenn von einem solchen „Monsterunwetter“ keine täglichen Daten vorliegen, oder durch eben jenes Unwetter die automatisch laufenden Aufzeichnungen gestört bzw unterbrochen wurden

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    1. In der Kirchdorfer DWD-Reihe sind die 290 mm für August 1946 verzeichnet, aber leider nur dieser Monats- und keine Tageswerte dazu. Der Tagesniederschlag vom 26.08.1946 wäre natürlich wirklich sehr spannend zu erfahren! Ansonsten auch klare Zustimmung zu dem was du schreibst. LG

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