Aktuelles Wetter

Sturmtief Heinz im Ostseeraum- Ende der Westwetterlage in Sicht

Pünktlich zu Beginn des Wochenendes rückte zum erneuten Male in diesem März der Wind in den Fokus. Das kleine, aber intensive Sturmtief Heinz bewegte sich am Freitag von der Nordsee kommend über die dänischen Inseln nach Südschweden und dann in der Nacht weiter in die östliche Ostsee vor Polen. Die Zyklone vertiefte sich bis auf 980 hPa in Raum Kopenhagen/Helsingborg. Die Zugbahn des Tiefs deutete auf einen klassischen Küstensturm hin, das Hauptwindfeld an der Südflanke des Tiefkerns betraf den gesamten Abschnitt der deutschen Ostsee von Flensburg bis Usedom. Besonders heftig stürmte es vom Darß bis nach Rügen von 19 bis 23 Uhr mit orkanartigen Böen und einzelnen Orkanböen in sehr exponierten Lagen. Aber auch abseits der Küste wurden vereinzelt schwere Sturmböen gemessen, bevorzugt an der Kaltfront samt einiger Schauer, als der sehr kräftige Höhenwind (teils über 110 km/h in 850 hPa = etwa 1500 m Höhe) heruntergemischt werden konnte.

Bereits in der zweiten Nachthälfte flaute der Wind merklich ab und der Himmel klarte vorübergehend auf.
Größere Schäden wurden nicht bekannt, ein solcher Sturm ist für die Küstengebiete aber auch kein herausragendes Ereignis.


Spitzenböen Ostseeraum 15./16.03.2019

141 km/h Hiddensee-Dornbusch MV (MG)
126 km/h Greifswalder Oie-Leuchtturm MV (MG)
122 km/h Glücksburg-Meierwik SH
118 km/h Kiel Leuchtturm SH (DWD)
116 km/h Greifswalder Oie MV (DWD)
111 km/h Kolobrzeg PL
109 km/h Kap Arkona MV (DWD)
107 km/h Stralsund MV (MG)
106 km/h Trassenheide/Usedom MV (MG)
106 km/h Roesnaes DK
102 km/h Fehmarn-Westermarkelsdorf SH (DWD)
102 km/h Darßer Ort MV (DWD)
100 km/h Dahme/Ostsee SH (MG)
98 km/h Putlos SH (DWD)

DWD= Station des Deutschen Wetterdienstes, MG = Station der MeteoGroup

Quelle: Unwetterzentrale, Windfinder, Kachelmannwetter


Die erste Märzhälfte brachte viele Regentage und in einigen Landesteilen ist das Monatssoll an Niederschlag bereits erfüllt. Bei unseren westlichen Nachbarn in Schleswig-Holstein fielen regional schon über 100 l/m² und damit beinahe doppelt so viel wie nach den Mittelwerten im ganzen März zu erwarten wäre. Bedacht werden muss jedoch, dass ein großes Defizit aus dem letzten Jahr besteht, welches nicht so schnell ausgeglichen werden kann.

In der nächsten Woche setzt sich zunehmend Hochdruckeinfluss durch und es stehen einige trockene Tage an. Dabei geht es auch mit den Temperaturen zumindest etwas aufwärts, in der zweiten Wochenhälfte sind zweistellige Tageshöchstwerte zu erwarten.

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